2016

Februar: Stadtwanderung Nikolassee

Die Ortschaft Nikolassee, am südlichen Stadtrand Berlins gelegen, war unser Ziel in der kalten Jahreszeit. Um die Jahrhundertwende, als Villen- und Landhauskolonie gegründet, haben wir interessante Häuser der unterschiedlichsten Bauepochen gesehen. Hermann Muethesius war ein bedeutender Architekt, der bis zu seinem Tod in Nikolassee gelebt hat und hier etliche Landhäuser im englischen Stil errichten lassen, die heute alle unter Denkmalschutz stehen. Ein Grünzug zieht sich auch durch den Ort, es ist die Rehwiese.

Februar: Durch den Spandauer Forst

Diese Wanderung führte uns gleich durch mehrere Schutzgebiete am Berliner Stadtrand. Start war am ev. Waldkrankenhaus das direkt an der Grenze zu Falkensee liegt. Auch der Mauerradweg ist ganz in der Nähe zu finden. Das erste Naturschutzgebiet heißt Kuhfenn – wir liefen auch entlang der Kuhlake bis zum Eiskeller und wieder zurück.

März: Naturschutzgebiet Niedermoorwiesen am Tegeler Fließ

Diese Wanderung begann im Stadtbezirk Reinickendorf, im Ortsteil Hermsdorf. Hier herrscht kein Großstadtchaos, nein hier bestimmen Ruhe und Naturverbundenheit das Leben.

Erstes Ziel war der Waldsee, dann weiter durch das Fließtal und über einen Moorpfad, wir waren am Köppchensee und liefen auch bis zu der Obstplantage vom Naturschutzbund, wo man noch einen alten Obstbaumbestand vorfindet. Wir liefen von dort bis in das Dorf Blankenfelde mit dem Botanischen Volkspark.

März: Wanderung von Lichtenrade nach Diedersdorf

Lichtenrade ist der südlichste Ortsteil Berlins. Vom Stadtrand aus liefen wir durch die Diedersdorfer Heide und entlang des Mahlower Seegrabens bis nach Diedersdorf. Besichtigten das Schloss und sahen uns auf dem Gelände des Gutshauses um. Hier ist ein großer Biergarten und es finden im Sommer viele Veranstaltungen statt. Für den Heimweg benötigten wir nur eine knappe Stunde, dann waren wir wieder in der Großstadt.  Fazit: Diedersdorf ist ein Ausflug wert.

März: Wanderung von Wilhelmshagen bis Müggelheim

Diese Wanderung stand ganz unter dem Motto Wasser und Wald im Stadtbezirk Köpenick. Wilhelmshagen ist die letzte Berliner Ortschaft, bevor mit der Station Erkner, der Linie S-3 bereits Brandenburger Gebiet beginnt. Wir liefen durch den kleinen aber schönen Wohnort über die Püttberge, eine Sanddüne, bis nach Neu-Venedig und anschließend nach Hessenwinkel. Der Weg durch den wasserreichen Ortsteil an der Müggelspree verläuft auch über einige Brücken und einen Altarm der Spree. Müggelheim erreicht man wiederum durch den Stadtforst. Wir hatten eine abwechslungsreiche Wanderung.

April: Werder-Glindow-Petzow

Eine Wanderung im April – undenkbar ohne Regen, aber die in Knospe stehenden Obstbäume waren trotzdem ein schöner Anblick. Der Wanderweg führte am Glindower See entlang, wir erstiegen die „Glindower Alpen“ bevor wir das Ziegeleimuseum erreichten. Dann ging es nach Petzow zu „Sandokan“, ein Gartenbaubetrieb, der sich ganz auf den Anbau und die Vermarktung von Sanddorn spezialisiert hat. Den Abschluss bildete der Panaramaweg zurück bis Werder.

 

 

April: Der Krumme See und das Sutschketal

Start unserer Aprilwanderung war Königs-Wusterhausen, wir liefen bis zum Schloss und weiter auf dem ehemaligen Treidelweg des Nottekanals bis zum Krummensee. Teils auf einem Trampelpfad am Ufer des Sees entlang kommt man so ins Sutschketal. Wir liefen durch eine einmalige Naturlandschaft bis zu einem ganz mit Seerosen bewachsenen Weiher. Die Wanderung endete in Bestensee.

Mai: durchs Löcknitztal

Unsere Wanderung führte diesmal weiter auf dem Löcknitztalweg und wir begannen dort, wo unsere Wanderung vor zwei Jahren endete, am Bahnhof Fangschleuse. Gleich hinter dem Bahnhof beginnt der Wald in dem zu dieser Jahreszeit tausende von Maiglöckchen blühen. Entlang der alten Löcknitz liefen wir zurück und am Wupatzsee entlang erreichten wir Erkner und wiederum an einem See entlang, dem Flakensee kommt man nach Woltersdorf. Wir hatten unser Ziel erreicht.

Juni: Biesenthal und der Große Wukensee

Wer im Barnimstädtchen Biesenthal aus dem Bus steigt steht mitten im Zentrum auf einem für den kleinen Ort übergroßen Marktplatz. Gleich neben dem alten Fachwerkrathaus beginnt der Wanderweg durch das Biesenthaler Becken. Es war ja Sommer, und so wollten wir noch den Großen Wukensee, in Biesenthal umrunden.

Juli: Wanderung von Karow bis Buch

In Karow befindet sich das Naturschutzgebiet Karower Teiche. Das sind vier Teiche, die vor vielen Jahren zuerst ein Torfstichgebiet waren und später für die Fischzucht genutzt wurden. Die Teiche sind ein beliebtes Rastgebiet für Zugvögel im Frühjahr oder Herbst. Wir liefen an der Lietzengrabenniederung entlang bis zum Bucher Schlosspark – ohne Schloss -, dafür mit einer schmucken Barockkirche und besichtigten den Künstlerhof im alten Stadtgut.

Juli: Birkenwerder, Briesesee und Hohen-Neuendorf

Die zweite Juli-Wanderung führte uns in ein Gebiet, das nördlich von Berlin liegt.  Start war die Ortschaft Birkenwerder, die, wie der Name schon verrät, ganz vom Grün der Wälder umschlossen ist. Wir waren am Briesesee um danach zum ältesten Teil der Ortschaft zu laufen, es ging weiter zum Boddensee und über den Briesesteig mit der Wassertretanlage bis Hohen-Neuendorf. Das Wahrzeichen von Hohen-Neuendorf ist ein weißer Wasserturm.

August: Wanderung von Tasdorf bis Strausberg

Diese Wanderung war eine Teilstrecke vom 66-Seen-Wanderweg. Wir begannen in Tasdorf, einem Ortsteil von Rüdersdorf und liefen entlang des Stienitzsees. Auf dem Orchideenweg – wir haben keine entdeckt – bis zur alten Walkmühle und von dort zum Bahnhof Strausberg.

August: Wanderung am Seddiner See bis Wildenbruch und Stücken

Region Nuthe-Neplitz heisst die Region um Michendorf mit dem Seddiner See. Wir liefen am See entlang an blühenden Feldern und vorbei an Streuobstwiesen bis nach Wildenbruch. Schön sanierte Bauernhäuser und eine alte Feldsteinkirche stehen im Zentrum. Bis nach Stücken gelangt man am besten über den Ortolan-Wanderweg, benannt nach einem Vogel. Und weitere Vögel sichteten wir bei der Rückfahrt mit dem Bus: Mehrere Großtrappen waren auf den Feldern zu erkennen.

September: Im Mühlenbecker Land

Unser Ziel war das Naturschutzgebiet Schönerlinder Teiche mit seiner einzigartigen Natur. Hier führt der Rundweg über Trampelpfade und Holzbrücken immer vorbei an alten Obstbäumen durch die Landschaft. Konikpferde leben auch hier und betreiben Bodenpflege. In Mühlenbeck haben wir uns die alte Mönchmühle angesehen und sind durch ein weiteres Naturschutzgebiet bis in das Dorf Blankenfelde gelaufen.

September: Tagesfahrt in die Schorfheide

Die Schorfheide ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und stand schon lange oben auf unserer Wunschzielliste. Nach neunzig Minuten Fahrzeit waren wir in Joachimsthal, einer Kleinstadt in dieser wald- und wasserreichen Umgebung angekommen. Der erste Weg führte uns in das Zentrum, zum Markt mit dem Joachimsbrunnen, zum Rathaus und zu der schönen Kirche. Wir liefen weiter über das historische Kopfsteinpflaster bis zum Denkmal des Heimatdichters Brunold und dann über einen Feldweg zum Aussichtsturm BIORAMA, und auch dem Werbellinsee statteten wir einen Besuch ab. Die Rückfahrt erfolgte ab dem Kaiserbahnhof, der natürlich unter Denkmalschutz und eine neue Funktion als Hörspielbahnhof erhalten hat.

September: An den Havelseen: von Werder nach Marquardt

Als vor mehr als 300 Jahren der große Kurfürst in der Schweiz um Hilfe bei der Besiedlung und Trockenlegung des Golmer Luchs bat, kamen Schweizer Familien seiner Bitte nach und begannen mit ihrer Arbeit. Entwässerungsgräben wurden angelegt und Dämme errichtet, so ganz ist es aber leider nicht geglückt, noch heute ist hier ein Moorgebiet.

Die kleinen Ortschaften, durch die wir liefen liegen östlich der Havelseen, dem Großen Zernsee, dem Wublitz- und dem Schlänitzsee und die Ortschaften heißen Golm, Nattwerder und Grube bevor Marquardt erreicht wird.

Oktober: Durch den Grunewald

Ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber ist immer der Ortsteil Grunewald mit dem gleichnamigen Stadtwald. Wir begannen die Tour am Olympiastadion, am gleichnamigen S-Bahnhof und durch den Georg-Kolbe-Grünzug zu einem Eingang in das Waldgebiet. Der Weg führte uns vorbei am historischen Wasserwerk, heute Naturschutzstation Ökowerk, bis zum Teufelssee. Es folgte ein kurzer Besuch des Waldfriedhofs, dann ging es über den Schildhornweg in Richtung Havel zum Grunewaldturm. Ein Oldtimerbus brachte uns zurück in die City.

Oktober: Stadtwanderung: Oranienburg

Wenn die Bäume ihr Laub verlieren und der Herbstwind uns umweht bietet es sich an, eine Stadtwanderung zu machen. Nördlich von Berlin liegt im Havelland die Stadt Oranienburg, die in diesem Jahr wie viele andere Gemeinden in der Umgebung, ihr 800jähriges Bestehen gefeiert hat.

Wir starteten unsere Tour in Lehnitz, einem Ortsteil von Oranienburg bis zur Nikolaikirche und weiter in die alte Obstbaukolonie Eden. Das ist die vor 120 Jahren von Vegetariern gegründete Siedlung in der traditionell ein Erdbeer- und ein Apfelfest begangen wird. Wir liefen weiter, am Oranienburger Kanal entlang bis zum Schloss aus dem 17. Jahrhundert. Auf den Namen Luise-Henriette trifft man sehr oft, die Gattin des Großen Kurfürsten war beliebt und Gönnerin der Stadt. Leider neigte sich der Nachmittag dem Ende zu und wir verzichteten auf einen Rundgang durch den Schloßpark.

November: durch Potsdam

Wieder war die Brandenburger Landeshauptstadt Potsdam mit ihren vielen Baudenkmälern und den beeindruckenden Parks aus der Regierungszeit der Hohenzollernkönige Ziel unserer Wanderung.

Wir starteten an der Landesgrenze, an der Glienicker Brücke und liefen auf dem Mauerweg in den Neuen Garten. Vorbei an den Baudenkmälern ging es weiter zum Pfingstberg und zur Siedlung Alexandrowka. Und natürlich durfte der Park Sanssouci nicht fehlen. Am Orangerieschloss wurden gerade die Palmen in den großen Kübeln in ihr Winterquartier verbracht. Ebenfalls im Park befindet sich auch der Botanische Garten der Universität Potsdam mit den acht Schaugewächshäusern gefüllt mit Kakteen, Orchideen und tropischen Bäumen, es war eine erstaunliche Vielfalt. Zurück durch den Marlygarten und durch das Grüne Gitter: wir waren wieder in Potsdam lebendiger Innenstadt.

November: Wanderung von Wannsee nach Stahnsdorf

Heute waren wir in einem Teil von Berlin, in dem wir noch nie waren. Es ist der Ortsteil Kohlhasenbrück des Stadtbezirks Steglitz/Zehlendorf im Süden von Berlin.

Wir liefen von Alt-Wannsee über den kopfsteingepflasterten Wilhelmplatz mit der Dorfkirche, dem Dorfkrug und der alten Schule. Dann führte uns der Wanderweg am ersten Kanal entlang zum Griebnitzsee zum zweiten Kanal dem Teltowkanal bis nach Kohlhasenbrück. Gleich dahinter beginnt das Gebiet der Parforceheide. Dieses Waldstück wurde unter dem Soldatenkönig zur speziellen Treibjagd mit Hunden genutzt. Stahnsdorf erreichten wir am Südwestkirchhof, dem zweitgrößten Friedhof Deutschlands. Die Einmaligkeit des Friedhofs besteht darin, dass hier viele Denkmale von bedeutenden Bildhauern zu sehen sind, und dass viele Prominente aus Wissenschaft, Politik und Kunst hier bestattet wurden. Sehenswert ist auch die ganz im norwegischen Stil gebaute Stabholzkirche. Wir hatten nicht den Eindruck, dass wir über den Friedhof liefen, nein die verschlungenen Pfade und Rundwege kennen wir nur von Parks.

Dezember: durch die Schönholzer Heide und über den Pankeweg

Bei der letzten Wanderung in diesem Jahr verabschiedete sich auch unser bisheriges schönes Wanderwetter. Wir liefen von Berlin-Wilhelmsruh in den Volkspark Schönholzer Heide, der weitgehend eine naturbelassene Grünanlage ist und schon im 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel war. Einen Großteil der Heide nimmt das sowjetische Ehrenmal mit dem Obelisk und dem Denkmal „Mutter Erde“ ein. Danach erreichten wir den Bürgerpark Pankow und liefen den letzten Teil der Wanderung entlang der Panke bis nach Wedding.

 

 

 

 

 

 

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