Oktober: Havelbucht bis Bornstedt

Spaziergang in Potsdam

Durch den Park Sanssouci zu laufen ist zu jeder Jahreszeit eine Freude. Diesmal liefen wir bereits am Hauptbahnhof los, vorbei am Potsdamer Hafen bis zur Havelbucht. Und wieder haben wir uns hier verlaufen, der Weg am Wasser entlang war nicht so einfach zu finden. Aber ein Bauwerk am Wasser – das Dampfmaschinenhaus – half bei der Suche. Bevor wir davorstanden liefen wir noch durch einen kleinen Skulpturenpark, wir erreichten anschließend die ehemaligen Kasernenbauten am Schillerplatz und auch den Persiusspeicher, dann war es nicht mehr weit bis zum Eingang in den Park.

Bald standen wir vor dem Schloss Charlottenhof, klein und fein ist dieses Gebäude, mit dem kleinen Teich daneben und die Herbstblumen auf den Beeten blühten noch in den schönsten Farben. Nun ging es weiter durch den Park bis zum Neuen Palais. Der Park zeigte sich in seiner schönsten Pracht, stehen doch hier viele exotische Bäume und die heimischen Laubbäume leuchteten im Herbstbunt.

Wir liefen vorbei am Gedenkstein für Peter Joseph Lenné, dem Gartenarchitekten der Hohenzollern, der hier überall seine Handschrift hinterlassen hat.

Am Lindstedter Tor verließen wir den Park und erstiegen den nördlichen Teil, den Klausberg. Hoch oben steht das Belvedere, der Aussichtspunkt, der weite Blicke in die Landschaft zulässt. Gleich daneben steht das Drachenhaus, umgeben von einem Weinberg.

Das nächste Gebäude, das erreicht wird ist das Orangerieschloss. Das Schloss ist bereits zum großen Teil saniert, es steht auf einer großen Terrasse, auch hier viele Beete, Springbrunnen und Kübelpflanzen, eindeutig italienische Architektur.

Nun lag noch der letzte Teil der Wanderung vor uns, aber Bornstedt ist nicht weit. Unser Weg führte uns zuerst zum kleinen Bornstedter Friedhof, wo neben anderen Hofbediensteten auch Peter Joseph Lennè beigesetzt wurde. Selbst die kleine Friedhofskapelle weist den italienischen Stil auf, Kolonnaden davor und ein freistehender Glockenturm. Auf den Steinen lasen wir bekannte Namen der preußischen Geschichte.

Gleich gegenüber befindet sich das Krongut.  Das ist ein ehemaliges Rittergut, erbaut für eine Kronprinzessin. Seit der umfangreichen Sanierung und nach Rückbauten sind heute hier gastronomische Einrichtungen und ein Museum untergebracht, ein Hofbäcker und ein Hofflorist bieten Waren an. Dazu werden auf dem Gelände unterschiedlichste Events ausgerichtet.

Nachdem wir uns alles angesehen hatten endete unsere Wanderung an einer Tramhaltestelle. Wieder hatten wir Bekanntes gesehen und Unbekanntes entdeckt bei unserer Tour in der brandenburgischen Nachbarschaft.

 

 

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