Oktober: Bucher Rieselfelder und Hobrechtsfelde

 

Immer noch hat man ein Gefühl von Unbehagen, wenn es heißt, wir laufen durch die ehemalige Rieselfelderlandschaft vor den Toren Berlins. Dass dieses Gefühl eigentlich unberechtigt ist, haben wir jetzt wieder erfahren. Längst sind die Rieselfelder renaturiert und haben Platz gemacht für eine besondere Landschaft mit unterschiedlichsten Strukturen, wie Wiesen oder Baumgruppen, Wald und Weidewirtschaft und den angelegten Wanderwegen.

Ein Bildhauersymposium hat hier auch Skulpturen aus Stein und Holz geschaffen, „Steine ohne Grenzen“, heißt der Weg, der durch das Gelände führt und seit 2001 die Werke von internationalen Künstlern zum Thema Frieden und Menschlichkeit geschaffen hat. Es war interessant die Sichtweisen der Künstler und ihre Werke zu sehen.

Hobrechtsfelde, der Ort am Rande des Barnim ist eigentlich nicht mal ein Dorf, Wohnplatz heißt es offiziell, und besteht nur aus den ehemaligen Bauernhäusern entlang der Dorfstraße und dem Stadtgut, das für die Rieselfelderbewirtschaftung zuständig war. Hier steht der Kornspeicher, einst Mittelpunkt und größter Arbeitgeber der hier lebenden Menschen. Ab 1985, als die Bewirtschaftung der Rieselfelder durch den Bau von Klärwerken eingestellt wurde, soll sich jetzt ein Erholungsgebiet entwickeln. Ein Klettergarten ist auch vorhanden, allerdings lässt der Nahverkehr durch Busse noch so einige Wünsche offen.

Wir konnten bei unserer Wanderung auch die Wildpferde sehen, die hinter Zäunen leben und durch ihr Fressverhalten die Barnimer Landschaft offenhalten.

Es war für uns Stadtmenschen ein besonders schöner Einblick den Strukturwandel einer Landschaft so zu erleben.

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