Mai: Rund um den Schmöckwitzer Werder

Wieder einmal war der südöstlichste Teil im wald- und seenreichen Stadtbezirk Köpenick unser Wanderziel. Viele Inseln und Halbinseln in Berlin und Brandenburg tragen den Namen Werder, sie sind von Seen umschlossen und teilweise durch Brücken mit Straßen zu den Ortschaften verbunden. So ist es auch in Schmöckwitz, das Waldgebiet der Insel ist relativ groß und die Seen herum heißen Zeuthener See, Großer Zug, Krossinsee und Seddinsee.

Auf einem Uferweg konnten wir die Insel umrunden. Dabei ergaben sich durch die Bäume immer wieder schöne Ausblicke auf die Gewässer und das gegenüberliegende Brandenburger Ufer. An den schönsten Sichtplätzen standen auch Bänke. Im Wald ist auch ein Campingplatz und wir liefen auch an einer Freifläche vorbei, wo sich bis vor einigen Jahren ein weiterer Campingplatz befand. Und wie sollte es sonst sein, wir sahen Bäume, Bäume, Bäume. Einige stattliche, kleinere, umgestürzte und verwitterte oder von Bibern angenagte. Dazwischen blühten Maiglöckchen. Den südlichsten Teil der Halbinsel nimmt die Ortschaft Rauchfangswerder ein. Hier mussten wir den Uferweg verlassen denn Häuser versperrten den Zugang zum Wasser.

Schmöckwitz selbst ist wohl der kleinste Ortsteil von Köpenick und entwickelte sich aus einem Fischerdorf. Nur wenige alte Häuser, unter Denkmalschutz stehend, sahen wir, aber auch dass der Bauboom nicht aufzuhalten ist. In unmittelbarer Nähe des Seddinsees entstehen schmucke Stadtvillen. Dann wird vielleicht auch mal über den Nahverkehr nachgedacht, denn die jetzt fahrende über 100jährige Uferbahn auf Schienen wird in Zukunft die Bewohner und Ausflügler nicht bewältigen können.

Es war ein schöner Tag für unsere Waldwanderung. Es fielen zwar auch ein paar Regentropfen aber die Blätter der Bäume konnten uns schützen.

 

Alle Kommentare wurden geschlossen.