März: südlicher Wuhletalweg

Seit Wochen gab es hier täglich Regenschauer, die geplante Wanderung am Berliner Stadtrand mussten wir verschieben. So fiel die Entscheidung leicht: der Wuhletalweg sollte es sein. Hier kann man mehrfach, falls nötig, die Wanderung abbrechen, oder auf den breiteren Wegen gut den Pfützen ausweichen.

So starteten wir am S-Bahnhof Wuhletal und liefen in Richtung Köpenick. Zuerst am Rand des Marzahner Ortsteils Kaulsdorf vorbei und zwar an der Biesdorfer Höhe. Das ist, wie sollte es anders sein, eine ehemalige Müllkippe, die später begrünt wurde, hat aber immerhin eine Höhe von 82 Metern.

Als ich vor ca. einem Jahr dort oben war, bot sich mir ein unschöner Anblick. Alle Betonklötze waren mit Graffitti verschmiert, und scheinbar dürfen dort auch die Bäume wuchern wie sie möchten, es war kein Ausblick in die verschiedenen Himmelsrichtungen möglich. Der Unternehmer Schilkin hat die Anhöhe finanziert, deshalb trägt sie auch seinen Namen.

Es schließen sich auf dem weiteren Weg die Schmetterlingswiesen an, sie liegen bereits im Ortsteil Biesdorf. Aber im März flattern hier keine Schmetterlinge, allein die Straßennamen des neuen Ortsteils weisen auf die kleinen Insekten hin. Auf den angelegten Spielplätzen waren auch mehr Hundehalter mit ihren Vierbeinern unterwegs als spielende Kinder.

Der Wuhlesee schließt sich nun an, hier wurde das Wasser gestaut, die Wuhle selbst fließt daneben. Der See ist wohl mehr den Anglern vorbehalten, denn Baden ist hier nicht gestattet, am Ufer stehen Schilf und Röhricht.

Wir hatten inzwischen Köpenick erreicht. Die Wuhle verschwindet unter dem Bahndamm, bis sie nach kurzer Zeit in die Spree mündet.

Trotz schlechter Wetterprognosen für diesen Tag hatten wir viel Glück, kein Regen begleitete uns und die vielen Frühlingsblüher in den Kleingärten, an denen wir vorbeiliefen erfreuten uns. Auch bei den Bäumen wird es nicht mehr lange dauern, bis sie ihr Frühlingsgrün zeigen.

 

 

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