Maerz: durch den Hermsdorfer Forst

Der Name Hermsdorfer Forst ist etwas irreführend, denn das Waldgebiet hier im Norden Berlins, wird sowohl von Hermsdorf, als auch von Frohnau, von Tegel und Heiligensee eingeschlossen. Es ist nicht groß, zwei Forstämter befinden sich in ihm und es scheint, dass diese Forstämter beim Anlegen der Waldwege nicht vereint gehandelt haben. Wie soll man sich sonst erklären, dass die Wanderwegskennzeichen für uns so unüberschaubar waren? Zwar waren auch Infotafeln vorhanden, aber wir Laien hatten so unsere Schwierigkeiten, wir liefen los, hofften auf Glück und meinten schließlich ist der Weg das Ziel.  Erfreulich war die Tatsache, dass etliche Waldarbeiter im Forst ihrer Arbeit nachgingen. Der Bau eines neuen Rastpilzes war schon fast beendet, einen weiteren neuen Rastpilz sahen wir auch beim vorbeiwandern,  Wege waren aufgeschüttet worden, und das Totholz war zusammengetragen. Neben den Wegen lagerten viele Baumstämme, hier gibt es genügend Nachschub für die Holzverarbeitung.

Wir waren schon mehrfach in diesem Waldstück wandern, aber noch nie haben wir die höchste Erhebung, den Ehrenpfortenberg bestiegen. Das sollte heute geschehen. Der Berg ist 69 Meter hoch und wir alle haben den Aufstieg gemeistert. Leider ist oben der Rastplatz nicht in gutem Zustand, wir hätten gern unser Picknick hier eingenommen, so blieb es beim Erinnerungsfoto am Gipfelkreuz.

Wir wollten die Wanderung direkt in Hermsdorf beenden und liefen deshalb vom Berg über einen Naturlehrpfad in diese Richtung. So ein Naturlehrpfad ist natürlich noch schöner, wenn man die verschiedensten Bäume mit Hilfe der Infotafeln erkennen und bestimmen kann, aber interessant ist es allemal auch etwas über die tierischen Waldbewohner oder die Bodenbeschaffenheit zu erfahren. Im Wildgehege sahen wir den Hirsch mit seinen Damen stehen, alle noch im Winterkleid, so waren sie etwas schwer zu erkennen. Vielleicht ziehen auch bald die anderen Tiere aus ihrem Winterquartier zurück in das Freigehege, bestimmt mit den ersten Frühlingsstrahlen.

Dann hatten wir den schmucken Ortsteil Hermsdorf erreicht und in einem schönen kleinen Café am Bahnhof stärkten wir uns noch nach dieser 10 km langen Wanderung.

 

Alle Kommentare wurden geschlossen.