Juni: wandern durch die Seeburger Fichten

von Staaken bis Gatow

Diesmal war der Start unserer Wanderung am westlichen Stadtrand von Berlin an der Grenze zu Brandenburg. Staaken hat sich seit unserer letzten Wanderung flächenmäßig vergrößert, viele neue Einfamilienhäuser entlang der Heerstraße sind dazu gekommen.

Auf unserem Weg liefen wir direkt zu den angrenzenden Feldern, nach links sahen wir den neuen Hahneberg, eine ehemalige und aufgeschüttete Kiesgrube, hier wird im Winter eifrig gerodelt, sogar die kleine Sternwarte oben konnten wir erkennen. Es gibt gleich daneben auch noch den alten Hahneberg in dessen Innern sich das Fort, Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, befindet. Das Fort liegt in einer Senke und ist nur über den ausgeschilderten Weg zu finden oder am Wochenende auch zu besichtigen.

Teilweise über Trampelwege liefen wir über die Wiesen immer vorbei an den Seeburger Fichten, das sind die kleinen Bauminseln, die sich hier überall befinden. Ein größeres Waldstück war auch darunter, es grenzt schon an die ehemaligen Felder der Gatower Bauern. Der Weg führte auch an den ehemaligen Rieselfeldern vorbei. Natürlich werden sie schon lange nicht mehr genutzt, der Boden wurde abgetragen und erneuert, so ist ein schönes Landschaftsschutzgebiet entstanden. Die Gräben zwischen den Feldern sind noch erkennbar, aber sie sind auch schon ausgetrocknet oder führen nur wenig Wasser. Zwischen den Felder verlaufen die schnurgerade angelegten Landschaftswege, die mit Bäumen bepflanzt sind, es wachsen hier nicht nur Fichten, sondern auch Eichen, Weiden, Linden und Robinien. Auch Obstbaumalleen fehlen nicht. Ein schönes Stück Natur, es gibt zu jeder Jahreszeit was zum Entdecken.

Anschließend wird Gatow erreicht, ein Dorf am Rande Berlins in dem noch die dörfliche Struktur gut erkennbar ist.

Rechts und links neben der Dorfstraße stehen noch einige alte Bauernhöfe, und in einer Parallelstraße die alte Dorfkirche, das Gutshaus mit seinen Nebengebäuden und eine alte Windmühle. Dazu die kleinen Bauernhäuser, die liebevoll saniert wurden. Heute können die Bauern nicht mehr von ihren Erträgen leben, sondern haben sich den neuen Lebenssituationen angepasst und bieten Pferdepensionen an oder haben ihre Felder in Beete geteilt und an Freizeitgärtner vermietet. Blumen-Selbstpflücke oder Beeren-Selbsternte sind auch eher gefragt. Der große Vierfelderhof hat sich auf Bio-Landwirtschaft und „Urlaub auf dem Bauernhof“ umgestellt.

Auf jeden Fall hat sich für uns der heutige Ausflug gelohnt, Ruhe und Erholung gab es im ersten Teil der Wanderung und im zweiten Teil der Besuch eines alten Straßendorfes.

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