Juni: Liepnitzsee, Rundwanderung

Dass der Barnim immer wieder ein lohnendes Wanderziel ist haben wir schon mehrfach festgestellt. Hier sind ausgedehnte Wälder, dazwischen größere und kleine Waldseen und Wiesen, eben eine unberührte Natur. Und dazu die kleinen Ortschaften die stolz auf ihre Umgebung sind und Wert darauflegen, dass Hinweisschilder und Wegezeichnungen vorhanden sind, damit sich Wanderer wie wir gut zurechtfinden.

Wandlitzsee war unser Startpunkt. Hier liefen wir vorbei an den „Heiligen Drei Pfühlen“, das sind die ersten kleinen Waldseen, sie liegen zwar auf Privatgrundstücken, aber wir konnten trotzdem einen Blick auf die mit Seerosen bedeckten Gewässer werfen. Auch die Häuser entlang der Straße entgingen uns nicht, sie wurden vor ca. 100 Jahren anlässlich eines Architektenwettbewerbs errichtet, alle haben einen anderen Stil, heute sind natürlich auch etliche Neubauten an der Straße dazu gekommen.

Nach einiger Zeit wird der Uferweg um den Liepnitzsee erreicht und hier braucht man sich nur entscheiden, wird nach links oder rechts um den See gelaufen. Ausgesprochen klares Wasser hat der See, denn er hat einen Zu- und Abfluss, deshalb ist er auch bei Badegästen beliebt. Wir wunderten uns nur, dass trotz der hochsommerlichen Temperaturen so wenig Besucher da waren. Die hohen Bäume, meist Buchen, boten ausreichend Sonnenschutz für uns, dazu eine leichte erfrischende Brise vom Wasser her, es lief sich schön auf dem Waldweg.

Inmitten des Sees ist eine Insel, dort soll sich ein Campingplatz und ein Ausflugslokal befinden. Eine Fähre legt einmal pro Stunde den Weg vom Festland auf die Insel zurück. Frieda hieß die Fähre und als uns der Fährmann entdeckte, machte er sich gleich auf den Weg um uns zu holen. Schnell war unser Plan der See-Umrundung aufgegeben, wir ließen uns ans andere Ufer übersetzen, denn die Wettervorhersage hatte für den Nachmittag auch noch Regen und Gewitter angekündigt. Und die Ortschaft Ützdorf, wo man in solchen Fällen abbrechen könnte, wird in den Schulferien von keiner Buslinie bedient. Eigentlich nicht zu verstehen.

Es wurden trotz der Abkürzung noch knapp 11 km, die wir heute zurücklegten. Von Wandlitzsee fuhren wir mit dem Bus zurück bis Bernau, ab hier wollten wir mit dem Regionalzug fahren, aber da hatten wir Pech, der Zug fiel aus, die Bahn hat immer wieder mit Problemen zu kämpfen.  Zum Glück hat uns die schöne Wanderung für die Widrigkeiten bei Bus und Bahn entschädigt.

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