Juli: rund um den Flakensee

Gerade im Sommer bietet es sich an, im benachbarten Brandenburger Land, im Wald und in Wassernähe zu wandern. Zwar hatte es in den Tagen zuvor auch geregnet und der Waldboden war etwas feucht aber im märkischen Sand ist das Wasser schnell versickert.

Wir starteten die Tour am Bahnhof Erkner – mit dem Regionalzug schnell zu erreichen – und waren auch bald zuerst am Ufer der Löcknitz und wenig später am Flakensee. Hier wurde auch bald der Trampelpfad zu einem wild/romantischen Waldweg. Dabei kamen wir öfter an halbverfallenen Bänken und Bootsstegen vorbei, auch an einzelnen Sitzgelegenheiten, kein Zweifel in der näheren Umgebung wohnen Angler.

Der Waldweg zieht sich am Ufer entlang bis ins nächstgelegene Dorf, das ist Woltersdorf. Nun ging es am Rande des Dorfes durch eine schöne Wohngegend bis zur Schleusenstraße. Die Schleuse verbindet den Höhenunterschied des Kalksees mit dem Flakensee. Das Besondere ist hier, dass sie unter einer Straße durchführt und die Schleusenbrücke bei Bedarf hochgeklappt wird. Sie ist eindeutig ein technisches Denkmal, aber war in einem sehr guten Zustand. Von der Schleuse ist es nicht weit bis zur Woltersdorfer „Liebesquelle“. Das Quellwasser ist zwar versiegt und ein Wasserhahn mit Leitungswasser soll die magische Wirkung des Wassers übernehmen, vorausgesetzt man glaubt fest daran! Direkt an der Quelle befindet sich der Treppenaufstieg zum Kranichsberg mit dem Aussichtsturm. Vom Turm soll man eine sehr gute Sicht bis weit ins Land haben. Außerdem ist im Turm eine Ausstellung zu sehen, die an die Zeiten vor mehr als hundert Jahren erinnert, als hier in Woltersdorf noch Filmgeschichte geschrieben, und Stummfilme gedreht wurden.

Diejenigen, die den Aufstieg scheuten, ruhten sich am Wasser aus, die weißen Bänke in der kleinen Anlage boten sich geradezu an. Der vor vielen Jahren gegründete Verschönerungsverein ist hier auch aktiv gewesen und verdient ein Lob.

Für uns hieß es aber nach der Rast: der Rückweg nach Erkner liegt noch vor uns. Und wieder war es ein schöner Waldweg, erst auf der Strandpromenade, und später auf dem Fontaneweg, der uns das wandern leichtmachte. So ist auch die letzte Strecke schnell geschafft und bald war das Ziel, der Bahnhof Erkner, erreicht.

Diese Tour kann mit gutem Gewissen weiterempfohlen werden.

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