Januar: von Grünau bis Karolinenhof

 

In das neue Wanderjahr starteten wir mit einer kleinen Tour ab Grünau. Diesmal war es eine geplante und verschobene Wanderung aus dem vergangenen Jahr, als uns ein Waldbrand davon abgehalten hatte. Vom S-Bahnhof kommend war das kleine Waldstück schnell durchlaufen, so erreichten wir die Regattastraße, diese Straße ist der Verkehrsweg neben der Dahme. Viele Bootshäuser, ein Museum, eine Badeanstalt und die Regattatribüne sind hier vor etlichen Jahren errichtet worden.

Aber wir wollten ja durch den Wald laufen, direkt an der Krummen Lake entlang, die sich durch die Landschaft schlängelt. Und die Jahreszeit war perfekt, denn in dem Feuchtgebiet tummeln sich im Sommer viele Insekten. Das kleine Bächlein war kaum auszumachen, es war fast eingetrocknet durch die warmen Sommertage der letzten Jahre. Trotzdem konnte man sich hier gut aufhalten und die kleinen Schönheiten der urwüchsigen Wanderwege genießen. Dass sich noch ein leichter Morgennebel ausbreitete, hatte auch seinen besonderen Reiz. Die kleine Ausflugsgaststätte im Wald mit der Holzverkleidung war zwar geschlossen, aber hatte eine märchenhafte Ausstrahlung.

So ging es bis zur „Bammelecke“, der Landzunge, die in die Dahme hineinragt. Schade, hier hätten wir eigentlich ein paar Bänke für eine Rast erwartet, so mussten die gefällten Bäume als Sitzplatz dienen. Entschädigt wird man durch eine tolle Aussicht auf das Wasser und den gegenüberliegenden Müggelberg mit dem Müggelturm – der Nebel hatte sich ja inzwischen verzogen. Hoffentlich kommt es hier niemals zu den Plänen des jetzigen Betreibers der Gaststätte, oben am Müggelturm eine  Seilbahn auf den Turm hinauf zu bauen. So ein Eingriff in die Natur wäre für Viele nicht wünschenswert.

Wir hatten noch ein Stück Wegstrecke vor uns, liefen wieder hinein in den Wald, und dann sahen wir die Ausmaße des Waldbrandes aus dem vergangenen Jahr. Viele, viele Kiefern wiesen Brandspuren auf, Verkohltes war umgestürzt, der Waldboden schwarz. Es wird Jahre dauern bis sich die Natur erholt hat. Sollte neu gepflanzt werden müssen, dann wünschen wir uns, dass es in Zukunft nicht nur Kiefern sein werden, die hier wachsen, sondern unser Wald braucht eine natürliche Mischbepflanzung.

Bald darauf hatten wir unser Ziel erreicht, wir waren im Ortsteil Karolinenhof. Und welch ein Glück, die Straßenbahn fuhr auch noch zurück, hier wurde ja schon mehrmals die Einstellung dieser inzwischen „hundertjährigen“ Linie geplant.

 

 

Alle Kommentare wurden geschlossen.