Februar: am Tegeler Fließ

Vom Bahnhof Tegel, vorbei an vielen Baustellen, starteten wir unsere Tour entlang des Tegeler Fließes. Dieses Fließtal ist Teil des „Grünen Hauptweges Nr.13“ der die Verbindung vom Tegeler See im Westen mit dem Regionalpark Barnim im Osten Berlin darstellt und eine Gesamtlänge von ca. 30 km hat. Unsere Teilstrecke war etwa 10 km lang.

Der Weg am Fließ schlängelt sich am Rand der städtischen Bebauung in nördliche Richtung zuerst bis zum Ortsteil Hermsdorf. Wir liefen vorbei an der Siedlung Freie Scholle, eine interessante, inzwischen hundertjährige Siedlung, geplant und bebaut vom Architekten Gustav Lilienthal, die meisten der Gebäude stehen unter Denkmalschutz.

In Hermsdorf wiederum lohnt sich ein Abstecher in den Dorfkern, wo noch einige der alten Bauernhäuser aus dem 19. Jahrhundert stehen. Auch die Dorfkirche steht hier und die alte Gemeindeschule, in der sich das jetzige Heimatmuseum befindet. Im Museum sahen wir uns die Handwerkerräume, das kleine Wohnzimmer, den Schulraum und den Ordinationsraum an. Auch das Freigelände mit dem germanischen Gehöft ist interessant, daneben stehen noch einige alte Skulpturen von einem ehemaligen „Straßenmöbelmuseum“. Alles wurde zusammengetragen von den Hermsdorfern.

Zurück am Fließtal ist es dann nicht mehr weit in das älteste Dorf Reinickendorfs, Lübars. Wäre da nicht der Autoverkehr gewesen, hier könnte man wirklich eine Zeitreise in das vergangene Jahrhundert unternehmen. Auch hier Dorfschule und Dorfkrug, schöne und restaurierte Bauernhäuser stehen rings um die Dorfkirche mit den kopfsteingepflasterten Straßen. Längst gibt es keine Bauern mehr, die ihre Arbeit auf den umliegenden Felder verrichten, Pferdehaltung und Pferdepensionen bestimmen den dörflichen Charakter.

Der Bus brachte uns zurück in die Nähe eines S-Bahnhofs, die Wanderung war beendet, die letzten zwei Kilometer leider begleitet von Regentropfen und Kälte, trotzdem war es eine schöne Tour in den Norden Berlins.

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