August: Rundwanderung Marienfelde

 

Bei dieser Wanderung waren wir am südlichen Stadtrand von Berlin, in einem ehemaligen Dorf, das bei der Gebietsreform von 1920 zu Groß-Berlin eingemeindet wurde. Gleich an der Stadtgrenze verläuft der Mauerweg, der heute ein Radweg ist und daneben beginnt Brandenburger Land. Deshalb führte auch der erste Teil der Wanderung am Rand von Feldern und Pferdekoppeln vorbei bis zum Freizeitpark.

Der Freizeitpark ist heute eine schöne Anlage auf einer ehemaligen Müllkippe, die aber längst begrünt und zum Erholungsgebiet ausgebaut wurde. Erlebnispfade führen hindurch und auf Hinweistafeln konnten wir nachlesen wo es Interessantes zu sehen gibt. Dreißig Jahre hat es gedauert bis aus einem Müllberg eine schöne Naturlandschaft entstanden ist.

Für Kinder gibt es ein „Grünes Klassenzimmer“, wo die Mitarbeiter vom Naturschutzbund wertvolle Tipps vermitteln und die höchste Erhebung ist der Alpengipfel der über eine Treppe erreicht wird. Von oben bietet sich eine schöne Rundumsicht über Berlin und in die Weite nach Brandenburg. Wir haben aber auf den Aufstieg verzichtet.

Als kleinen Mangel haben wir empfunden, dass die schönen, überdachten Rastplätze verschwunden waren. Werden sie evtl. erneuert? Die große Bank mit Tisch ganz in der Nähe war nur mühsam zu finden, sie ist schon sehr in die Jahre gekommen und üppig zugewuchert.

Vom Freizeitpark liefen wir in die nächste Grünanlage Marienfeldes, den Gutspark. Hier steht auch das Gutshaus, das Adolf Kiepert errichten ließ. Der Schmuckgarten mit weißen Bänken, einem Brunnen und Blumenbeeten sieht sehr schön aus.

Und die alte Dorfaue von Marienfelde gleich daneben sieht heute noch so aus, wie wahrscheinlich schon vor hundert Jahren. Altes Kopfsteinpflaster, Bauernhäuser, aber auch welche mit prachtvoller Fassade, und inmitten die Dorfkirche, ganz aus Feldsteinen gemauert. Hier hat auch der letzte Bauer vom Dorf noch seinen Hof, hält Tiere, bietet seine Waren im Hofladen an und hat inzwischen auch ein kleines Cafè im Außenbereich eingerichtet. Hier haben wir gern Platz genommen.

Gleich zwei verkehrsreiche Straßen führen zum Glück um diese dörfliche Idylle herum, deshalb hat die Dorfaue noch ihren besonderen Charme.

 

 

 

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