April: Wanderung von Ferch-Lienewitz bis Caputh

Einmal hatten wir bereits diese Wanderung verschoben, im vergangenen Jahr waren hier weite  Gebiete wegen der Trockenheit und damit verbundenen Waldbrandgefahr gesperrt.

Den meisten von den Wanderern war der Name Ferch-Lienewitz nicht bekannt, und eigentlich kann man auch nicht von einer Ortschaft sprechen, wir haben nur ein verlassenes Bahnhofsgebäude, eine Försterei und eine kleine Bungalowsiedlung gesehen. Ferch selbst liegt ja bekannterweise am Schwielowsee, aber hier waren die beiden Waldseen Kleiner und Großer Lienewitzsee, Namensgeber.  Wir liefen durch ein nahezu unberührtes Landschaftsschutzgebiet, rechts und links des Weges lagen immer wieder umgestürzte Bäume, es war richtig urwüchsig. Wir haben uns gefreut, dass offensichtlich vor nicht allzu langer Zeit die Wanderzeichen erneuert wurden, denn es war der 66-Seen-Weg auf dem wir liefen. Forstarbeiten waren auch erkennbar, vielleicht werden nach den Aufräumarbeiten auch mal Laubbäume gepflanzt, die vielen, leicht trockenen Kiefernbestände machen es den Flammen zu leicht.

Der dritte See auf unserer Wanderstrecke war der Caputher See, hier wird der Rundweg um den See offenbar öfter genutzt, es standen endlich auch Bänke am Wegesrand. Er ist der größte See in diesem Waldgebiet und führt noch genügend Wasser. Da er nicht befestigt ist, war die Uferzone von zahlreichen Frühlingsblühern bedeckt, ein schöner Anblick, auch Bärlauch wächst hier zur Genüge.

Im Ort Caputh angekommen ist es unerlässlich die beiden wichtigsten Baudenkmäler, das Schloss und die Stülerkirche, anzusehen.  Stammt doch das Schloss aus der Zeit des Großen Kurfürsten, aus dem Anfang des 17. Jahrhunderts, die Stülerkiche wurde später erbaut. Nach einem Rundgang durch den Schlosspark liefen wir weiter bis zum Ufer der Havel, dabei sahen wir noch etliche kleine einstöckige Fischerhäuser. Alle liebevoll gepflegt, sie hatten einen kleinen Vorgarten mit den jetzt blühenden Frühjahrspflanzen, dabei kamen wir auch am Einstein-Denkmal vorbei, denn der Nobelpreisträger hatte hier wenige Jahre seinen Sommerwohnsitz.

Über die Havel bringt eine Seilfähre Fußgänger und Autofahrer auf die andere Uferseite und man ist nach wenigen Schritten am dortigen Bahnhof der Regionalbahn, der Zug brachte uns zurück bis Potsdam.

Wir hatten wieder eine vielfältige Wanderung gemacht: Wasser, Wald und auch Kultur hatten wir gesehen und einen schönen, sonnigen Wandertag gehabt.

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